Hintergrund
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25.01.2017
Zu wenige? Oder ein guter Anfang?
Erstes Stammtischgespräch des CDU-Stadtverbandes Sulz in Mühlheim

„Schade, dass nicht mehr gekommen sind, wenn schon solch ein Stammtisch angeboten wird.“

„Gut, dass die da sind, die gekommen sind. Zu dieser höchst interessanten Veranstaltung.“

Meinungsvielfalt, Gedankenaustausch, Diskussion über die aktuellen politischen Themen – vorwiegend lokalpolitischer Natur: Beim ersten politischen Stammtischgespräch des CDU-Stadtverbandes Sulz im Gasthaus „Rössle“ in Mühlheim wurde auf sehr sachkundige Art darüber geredet, was die Menschen bewegt. Es wurde die oftmals auch auf dieser Politikebene zu erlebende Kluft zwischen denen, die in der Verantwortung stehen als gewählte Vertreter und den „Bürgern ein ganzes Stück weit verkleinert.

 

Gerade auch wenn bei dem sehr ausgiebig diskutierten Thema des Hochwasserschutzes der CDU-Gemeinderatsfraktionsvorsitzende Robert Trautwein dazu aufrief, dass bei der Bewältigung dieses wirklich sehr komplexen Bereiches das Mitwirken all derer gefordert ist, die mit ihrem Sachverstand zu guten Lösungen beitragen können. An erster Stelle ist da Karl Wezel zu nennen, der sich schon seit Jahrzehnten mit dem von der Autobahn herkommenden Schmutzwasser beschäftigt und sich einsetzt in diesem Bereich mit einem Detailwissen, das auch an diesem Abend deutlich zum Ausdruck gekommen ist.

Sachverstand und viel Nachdenklichkeit prägten überhaupt nicht nur den Teil des Stammtischgesprächs, sondern auch die weiteren Themen einer Diskussionsrunde unter Leitung des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Tobias Bronner, die durchaus als stilbildend bezeichnet werden kann.

 

Was wird aus dem geplanten Kunstrasenplatz? Ein weiteres, durchaus komplexes Thema! Wohin damit? War eine der Fragen rund um die Debatte über die Vereine, über die Pflege der Sportplätze, die Arbeit und die Zusammenarbeit der Vereine in Renfrizhausen und Mühlheim und anderer Stadtteile. Wenn auch hier ein Name stellvertretend für alle Diskussionsredner genannt werden soll, dann ist dies Robert Nübel, der aus jahrzehntelangem intensivem Mittuns in ganz verschiedenen Funktionen sein Wissen und seine Vorschläge anbrachte. Oder Hugo Bronner, pointiert: „Einen Trainingsplatz wie den für den VfR findet man in ganz Europa vergebens!“

Und nochmals Robert Nübel: „Jede Gemeinde braucht einen Bolzplatz.“

Ein breite Palette, die sich auftut beim Nachdenken über die Sportplatzsituation in der Kernstadt und in den Stadtteilen. Und eine wichtige Debatte.

 

Wie auch die zu den Ortsdurchfahrten. Sicherheit und / durch Fahrbahnverengung beziehungsweise Geschwindigkeitsbegrenzungen – oder willkürliche Eingriffe in den fließenden Verkehr? Jedes Thema hat sein Für und Wider. In der Politik liegen die Antworten auf die Sachfragen ganz selten in schwarz und weiß vor dem Betrachter.

Am Schluss entscheiden Sachverstand und eben die durch die Debatte entstandenen Mehrheiten.

 

Nur wer mitmacht, kann auch mitwirken und mitentscheiden. Und da tauchte gegen Ende des Stammtischgesprächs das Gespenst der AfD auf. Wie damit umgehen? Angesichts des von allen Teilnehmern bedauerten Umfragehochs der „Rechtspopulisten“ blieb die Frage teilweise unbeantwortet. Eine Möglichkeit: solche Veranstaltungen anbieten, wie die CDU Sulz dies im „Rössle“ getan hat und weiter tun wird. Die Komplexität aufzeigen, mit der Politik zu tun hat. Lösungen anbieten. Mit einer Diskussionskultur, die anders ist als die der AfD. Von dort sind weder anständiges Verhalten noch Antworten auf die so vielfältig vorhandenen Herausforderungen an die Politik zu erwarten.

Von der CDU werden diese erwartet. Als Tobias Bronner mit seinen Dankesworten an alle Beteiligten die Veranstaltung schon beenden wollte, da tat sich neuer Informations- und Diskussionsbedarf auf. Mit Fragen an Kreisrat Klaus-Dieter Thiel, der die Politik des Kreises mit dem Blick auf die Region rund um Sulz beschrieb. Bis hin zu den Radwegen und der Situation des interkommunalen Gewerbegebietes Sulz/Vöhringen.

Und noch eine neue Diskussionsrunde und noch eine …

 

So, im Dialog miteinander, entsteht gute Politik, auf der Grundlage einer Kultur des Dialogs und der Sachlichkeit. Und so kann auch die Kluft kleiner werden zwischen „der Politik“ und „den Bürgern.“ Und „den anderen“ den Wind aus ihren Segeln nehmen, die von Hass und Abneigung geprägt sind und von denen nichts Gutes kommt.

 

Im Gegensatz zum Stammtisch der CDU Sulz. Der nächste findet statt am Dienstag, 7. Februar 2017 im Hotel „Züfle“ in Glatt. Bitte vormerken!

aktualisiert von J.D., 25.01.2017, 17:36 Uhr

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